Die Digitalisierung verändert unser Berufs- und Privatleben so grundlegend, dass man oft nicht so recht weiß, ob die Digitalisierung etwas Gutes oder Schlechtes ist. Analoge Prozesse werden in eine digitale Form umgewandelt und durch smarte Softwarelösungen vernetzt. So entstehen Synergieeffekte, die die Art und Weise, wie wir heute Bauwerke konzipieren, planen, realisieren und betreiben, grundlegend verändern. Building Information Modelling, Lean Construction Management, vernetzte Baustelle 4.0, Intelligente Gebäude, Smart Cities – dies sind die Schlagworte der heutigen Zeit. Die Digitalisierung ist in der Baubranche angekommen und verspricht eine Steigerung der Qualität und Effizienz. Wir beantworten für Sie die Fragen, wie ernst Sie die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen nehmen sollten, was für Maßnahmen zu ergreifen sind und wie Sie die Digitalisierung zu einem Verbündeten machen.

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Gründe für die Digitalisierung in der Baubranche.

Arbeitsprozesse, Technologien und auch der Hausbau werden sich allesamt ändern. Doch wie wird die Digitalisierung die Baubranche verändern? Was muss man mittelfristig im eigenen Unternehmen umsetzen und was ist schon morgen wieder in Vergessenheit geraten?

Eine Offenheit für die Digitalisierung ist von Vorteil – doch man muss deshalb noch lange nicht alles mitmachen. Wichtig ist vor allem die Digitalisierung der Arbeitsprozesse und des Kundenmanagements nicht zu verschlafen. Denn gerade hier kann man die Produktivität steigern und dementsprechend Zeit und Kosten sparen. Diesen Wettbewerbsvorteil sollte jedes Unternehmen in der Baubranche nutzen. Andernfalls wird man als Unternehmen langfristig nicht erfolgreich wirtschaften können, da Mitbewerber durch eine gesteigerte Produktivität schlicht an einem vorbeiziehen.

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Die Digitalisierung in der Baubranche: Die wichtigsten Felder im Überblick.

Arbeitsprozesse.

Prozesse werden digitalisiert. Das ist wohl der Punkt, den man schon jetzt am deutlichsten spürt. Die Arbeitswelt wird digital, Papierakten gibt es immer weniger, vormals komplizierte Vorgänge werden mit wenigen Klicks erledigt und neue Systeme und Arbeitsprozesse erhöhen die Schlagzahl deutlich in allen Bereichen. So gehören beispielsweise aufwendige Inventuren für viele Betriebe schon jetzt der Vergangenheit an.

Kundenmanagement.

Vertrieb, Marketing und Kundenmanagement verändern sich. Man kann Kundendaten anders sammeln, speichern und verarbeiten. So bieten sich neue Möglichkeiten, die Kundenbindung zu verbessern. Durch diese Art und Weise der Datenverarbeitung ist zum Beispiel eine Übergabe von Kundendaten im eigenen Unternehmen viel einfacher. Kunden lassen sich direkter ansprechen. Die Gespräche sind viel persönlicher, da genug Informationen über den Interessenten zur Verfügung stehen. So kann man den potenziellen Bauherren viel leichter und schneller Angebote und digitale Modelle des Bauprojekts zusenden.

Produkt.

Durch die Digitalisierung und Vernetzung ist der Begriff “Smart Home” in aller Munde. Es stellt alle Beteiligten vor neue Herausforderungen, denn zum einen steigen die Ansprüche des Kunden, zum anderen müssen Mitarbeiter geschult werden und neue Produkte ihren Weg ins Angebot finden.

Technologien.

Das ist wohl der Bereich, in dem man besonders sensibel sein sollte, was nun ein Trend ist oder was die Baubranche wirklich langfristig verändern wird. Neue Technologien sind vielzählig, egal ob Drohnenaufnahmen, Virtual- oder Augmented Reality (Erweiterung der Realitätswahrnehmung) – auch hier bietet Digitalisierung viele neue Möglichkeiten. In ein paar Jahren wird es Normalität sein, dass Kunden ihr Haus virtuell mit einer VR-Brille besichtigen, bevor sie den Vertrag unterzeichnen.

Künstliche Intelligenz.

Künstliche Intelligenz ist ein mächtiges Werkzeug, das unser Leben zukünftig auf vielfältige Weise prägen wird. Es macht auch vor der Bauwirtschaft nicht halt. Mit KI kann transparent der Prozess der Veränderung, vom aktuellen Zustand hin zu einem angestrebten Ziel-Zustand in der nahen Zukunft unterstützt werden. KI kann in verschiedenen Bereichen der Bauwirtschaft Anwendung finden. Eingesetzt werden könnte KI in der Bauwerksplanung, Produktionsplanung und Realisierung.

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Maßnahmen der Digitalisierung.

Oft wird von einer digitalen Revolution gesprochen. Eine Revolution meint einen grundlegenden Wandel, der meist recht schnell erfolgt. Zwar verändern sich viele Bereiche grundlegend, aber nicht immer so schnell, wie man denken würde. Gerade in der Baubranche findet die Digitalisierung nicht abrupt, sondern vielmehr fließend statt.

Viele Unternehmen tasten sich Stück für Stück heran, probieren Einzelmaßnahmen aus und werfen nicht alle Systeme der letzten Jahre in einer großen Aktion über Bord. Man sollte sich also bewusst sein, dass die Digitalisierung ein laufender Prozess ist. Sie bringt viel Gutes mit sich und wird das Arbeiten in vielen Bereichen vereinfachen – dennoch muss man einen langen Atem haben. Es wäre also falsch zu glauben, dass alle der folgenden Maßnahmen sofort in Ihr Unternehmen integriert werden müssen. Denn die Digitalisierung der Baubranche ist kein Prozess, den man zum Abschluss bringt. Es ist vielmehr ein fortlaufendes Lernen, Aktualisieren und Integrieren.

Sinnvolle Digitalisierungsmaßnahmen in der Baubranche.

 

Wenn unterschiedliche Informationen an unterschiedlichen Schnittstellen vorliegen, dann kommt es zwangsläufig zu Problemen. Zeitdruck, Kostendruck und Missverständnisse sorgen dafür, dass die Arbeit am Bau zu einer echten Herausforderung wird. Gerade hier hat die Digitalisierung in der Baubranche mit der digitalen Bauakte eine kleine revolutionäre Lösung hervorgebracht. Was im ersten Moment als recht unscheinbare Veränderung daherkommt, ist im zweiten Schritt eine echte Entlastung.

Wer alle Informationen rund um den Bau digital verwaltet, der hat einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. So ist es möglich, in jeder Situation den Überblick zu behalten, da die richtigen Informationen immer vor Ort sind. Dabei ist es egal, ob man sich im Büro befindet oder durch die mobile Nutzbarkeit die digitale Bauakte auf dem Smartphone oder Laptop direkt vor Ort abruft.

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Durch die Digitalisierung wird es immer leichter, Daten zu speichern und zu verarbeiten – die Nutzbarkeit von Informationen steigt. CRM- und ERP-Systeme haben die Aufgabe, Daten schnell und besser zu verarbeiten. Der Unterschied zwischen den beiden liegt vor allem darin, dass ERP-Systeme Prozesse steuern und verwalten, während CRM-Systeme für die Kundenpflege wichtig sind.

Als Faustformel gilt: CRM-Systeme steigern den Umsatz, ERP-Systeme reduzieren die Kosten. Dies führt dementsprechend zu einer Förderung der Wirtschaftlichkeit. In vielen Branchen sind CRM- und ERP-Systeme schon längst nicht mehr wegzudenken – doch gerade in der Baubranche scheint der Umstieg erst in den letzten Jahren eingesetzt zu haben.

Sollten Sie planen, beide Systeme parallel zu nutzen, achten Sie bitte darauf, Daten nicht doppelt zu verarbeiten. Nur wenn beide Systeme in einer Symbiose zusammenarbeiten können, steigert man die Effizienz erheblich.

Wo lassen sich ERP-Systeme einsetzen?

ERP ist die Abkürzung für Enterprise Ressource Planning, was mit Geschäftsressourcenplanung übersetzt wird. Durch die einfache Bereitstellung und Weiterverarbeitung von Informationen werden Zeit und Kosten eingespart und der Aufwand für viele Tätigkeiten stark gesenkt.

ERP-Systeme lassen sich in praktisch allen Bereichen eines Unternehmens einsetzen. Für die Baubranche relevant sind vor allem die Warenwirtschaft (Lagerhaltung, Bestellabwicklung) oder auch der Finanzbereich (Buchhaltung, Budgetierung). Andere Bereiche können Ressourcenplanung, Wissensmanagement Personalplanung oder Gehaltsabrechnungen sein.

Aufgabe von CRM-Systemen.

Die Aufgabe eines Customer-Relationship-Management Systems (Kundenbeziehungsmanagement) ist einfach erklärt: Es geht darum, Geschäftsbeziehungen zu verbessern. CRM-Systeme sind in diesem Sinne Tools, die das Kontakt- und Vertriebsmanagement optimieren und so zu einer Produktivitäts- und damit auch zu einer Umsatzsteigerung führen.

Das geschieht vor allem dadurch, dass eine 360-Grad-Gesamtansicht des Kunden jederzeit vorliegt. Darin gespeichert wird alles, was den Kunden betrifft und was für das Beziehungsmanagement hilfreich ist. Dazu gehört auch die Erfassung von Interaktionen, Speicherung von Adressdaten, persönliche Präferenzen usw. So können bessere Kundengespräche geführt und genauere Angebote unterbreitet werden.

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Das Angebot an Projektmanagement-Lösungen wächst. Es gibt zahlreiche Tools, mit denen sich Projekte organisieren und strukturieren lassen. Alle To-dos, Aufgaben, Meilensteine, Verantwortlichkeiten und Deadlines in einem Tool zu sammeln ist sinnvoll. So lässt sich permanent überprüfen, ob man noch im Zeitplan ist und an welcher Stelle es gerade hängt.

Die Arbeitsproduktivität wird also definitiv gesteigert. Ist man allerdings Neuling auf dem Gebiet von Projektmanagement-Software, sollte man sich vorher gut informieren. Nicht jedes Tool ist für die Bedürfnisse des Nutzers geeignet und im ersten Anlauf kann eine Einrichtung kompliziert sein. Damit genau das richtige Tool gefunden wird, sollte man sich auf jeden Fall Rat von Kollegen holen, die eine ähnliche Arbeitsweise haben, wie man selbst. Ist die Projektmanagement-Software allerdings einmal eingerichtet, dann steigt die Produktivität erheblich.

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Building Information Modeling, abgekürzt BIM, steht für Bauwerksdatenmodellierung. Es geht darum, ein Bauwerk zu planen, als virtuelles Modell zu erstellen und so auch geometrisch zu visualisieren. Dieser intelligente Digitalisierungsprozess hebt die Art der Bauplanung auf ein ganz neues Niveau.

Bei der Digitalisierung der Baupläne ist BIM definitiv eine der größten Revolutionen. Virtuelles 3D-Prototyping sorgt dafür, dass man ein fertiges Modell erstellt, welches mögliche Probleme schon weit vor Baubeginn aufdecken kann. Wo ein Problem gefunden und erkannt wird, da kann auch eine Lösung gefunden werden.

Durch die genaue Planung können also wieder jede Menge Kosten gespart werden. Probleme, die normalerweise erst vor Ort aufkommen und dann unter Umständen zu teuren, kurzfristigen Lösungen führen, werden direkt vermieden. So wird Zeit effizienter genutzt und Ressourcen besser geplant.

Diese neue Art der Übersicht und Planung wird langfristig einen ganz neuen Baustandard setzen – jedoch sind die kurzfristigen Kosten für Software und Mitarbeiterschulungen nicht zu übersehen. BIM wird vor allem in den nächsten Jahren immer relevanter werden und vermutlich schnell in jedem Unternehmen zu finden sein.

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Speichern, archivieren, teilen, verwalten – alles kein Problem mit dieser besonderen, virtuellen Infrastruktur. Die Cloud kennt man mittlerweile schon, da sie auch im privaten Sektor längst verbreitet ist.

Sie erlaubt uns alle Daten, wie zum Beispiel auch die digitale Bauakte, immer nur einen Handgriff weit entfernt zu Verfügung zu haben. In erster Linie wird in der Cloud Speicherplatz zur Verfügung gestellt. Allerdings gibt es auch immer mehr Anwendungssoftware, die cloudbasiert arbeitet. So kann man Daten und Programme einerseits für ganze Teams leicht abrufbar machen, andererseits auch alle Daten auf dem eigenen Smartphone, Tablet oder PC mit sich herumtragen. Selbst bei Verlust von Geräten ist die gesamte Datenbank stets in der Cloud gesichert.

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Vorteile der Digitalisierung mit BAUMEISTER-HAUS.

Die Digitalisierung sehen wir von BAUMEISTER-HAUS als eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre. Unser Ziel ist es, die entscheidenden Themen früh anzusprechen und auf den digitalen Wandel vorzubereiten. Deshalb fördern wir gezielt den Austausch rund um die Digitalisierung der Baubranche.

Wir unterstützen unsere Partner gezielt bei der Auswahl und beim Umgang mit neuer Technik. Auch Sie können von dem Wissen und den Erfahrungen von über 30 Partnern profitieren, die genau die gleichen täglichen Herausforderungen haben, wie Sie.

BAUMEISTER-HAUS hält Sie auf dem Laufenden. Sie erfahren, wie die Digitalisierung der Baubranche in Zukunft aussieht und was für Digitalisierungsmöglichkeiten sich für Unternehmen bieten:

  • VI2000
    Planen, kalkulieren und präsentieren Sie Ein- und Mehrfamilienhäuser mit diesem Kalkulationstool effizient.
  • WEB-LB
    Web-basierte Bau- und Leistungsbeschreibung.
  • Vertriebs- und Planungstools
    Für Kosten- und Kostengrößenrechnungen inklusive Energiebetrachtung und Hauserneuerung.
  • Experten-Vorträge
    Wir laden regelmäßig zu Experten-Vorträgen ein, damit Sie immer auf dem neuesten Stand in Sachen digitales Unternehmen sind.
  • BAUMEISTER-HAUS Akademie
    Auch in der BAUMEISTER-HAUS Akademie finden unsere Partner wertvolle Informationen darüber, wie die Digitalisierung in Zukunft weitergeht und wie sich mit ihrer Hilfe Arbeitsprozesse optimieren lassen.
     

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